My Beautiful Laundrette
GB 1985, 97 min, OF. Von Hanif Kureishi (Buch) und Stephen Frears (Regie), mit Gordon Warnecke und Daniel Day Lewis
Eine ganze Generation junger Schwuler ging Ende der 80er Jahre wegen dieses Films regelmäßig in den Waschsalon, um einen Traumprinzen kennenzulernen. Flirt und Lust zwischen Waschmaschinen und Trocknern, benebelt von Waschmittel und Weichspüler.
Im Film, der in das London der Thatcher-Ära führt, sind es die beiden jungen Betreiber des stilvoll gestalteten Waschsalons, die schließlich zueinanderfinden: der Pakistani Omar (Gordon Warnecke) und der Underdog Johnny (Daniel Day Lewis). Es liegt auf der Hand, dass Familien und Peergroups hierbei zahlreiche Hindernisse aufstellen, die es für die beiden ebenso zu überwinden gilt wie die Stigmata einer homophoben und xenophoben Gesellschaft.
Es ist lohnenswert, den Film auf einer großen Leinwand zu sehen, nicht nur wegen der schönen Bilder, sondern auch wegen der Poesie, des bissigen Humors und seiner gut inszenierten Gesellschaftskritik.
Unser Tipp: Nach dem Film zur Party:
mit der Kinokarte gibts ein Freigetränk auf der Standortschutz – Queerparty!]]>
Autor: Q-Movie
Fr. 5.2. Ausgezeichnet! LSF-Preisträger im Metropolis
zwei Programmen zeigt das Team der Lesbisch Schwulen F ilmtage ein paar ausgezeichnete Werke der letzten Filmtage:
- 19h: Edie & Thea: A Very Long Engagement (Dokula 2009), Vorfilme: Don’t Mess with Texas (Ursula lesbisch 2009), The Elevator (Ursula transgender 2009)
- 21h: Fig Trees (Jurypreis 2009), Vorfilm: Mother Knows Best (Ursula schwul 2009)
Sa. 02.01.2010 22h "Hedwig and the Angry Inch"
Hedwig and the Angry Inch
USA 2001, 87 min. Von und mit John Cameron Mitchell, Musik: Stephen Trask
Hedwig and the Angry Inch war ursprünglich ein 1998 in New York Off-Broadway aufgeführtes Musical und wurde im Jahr 2001 verfilmt. John Cameron Mitchell schrieb den Text des Musicals und war später auch Regisseur und Hauptdarsteller des Films. Die Musik schrieb Stephen Trask.
Hedwig reist als Rock-and-Roll Drag-Queen durch Amerika. Ursprünglich wurde sie als Hansel in Ost-Berlin geboren. Anhand von mehreren bizarren Ereignissen wird die Verwandlung von Hansel in Hedwig beschrieben und dabei auch der Umstand, dass bei der „Geschlechtsumwandlung“ etwas daneben ging, und Hänsel/Hedwig statt eines Geschlechtsorgans nur noch der „Angry Inch“ blieb.
Das Musical (Musik Stephen Trask) besticht durch seine äußerst aufwändige Kostümierung (Hedwig trägt 41 verschiedene Outfits) und die sehr guten schauspielerischen Leistungen, die auf die Besetzung mit Theaterschauspielern zurückgehen.
John Cameron Mitchell kennen wir bereits mit seinem Film „Shortbus“, den wir im Juli auf die Leinwand gebracht haben.
Ist ja UNERHÖRT! Keine Q-Movie-Bar im Dezember.
UNERHÖRT Musikfilmfestivals 2009 gibt es keine Q-Movie-Bar im Dezember. Wir sehen uns im nächsten Jahr am 2. Januar wieder mit „Hedwig and the Angry Inch“.]]>
Sa. 07.11. 22h "Coming Out"
Coming Out
DDR 1989, 113 min. Regie: Heiner Carow, Buch: Wolfram Witt, mit Matthias Freihof, Dagmar Manzel, Dirk Kummer, Michael Gwisdek, Pierre Bliß, Ursula Staack, Walfriede Schmitt u.a.
Coming Out ist der einzige in der DDR gedrehte Film über Schwule: Philipp, ein junger Lehrer, hat sein Coming-Out Ende der 80er Jahre in Ost-Berlin. Der Regisseur Heiner Carow musste sich bei der DEFA sieben Jahre lang um die Durchsetzung dieses Projekts bemühen, in dem am Rande auch erstmals die latente Ausländerfeindlichkeit in der DDR thematisiert wurde.
Zur Uraufführung kam es am 9. November 1989 im Ostberliner Kino “International”. Trotz plötzlicher Öffnung der Grenzübergänge nach Westberlin bestand das Publikum darauf, sich den Film zu ende anzusehen.
Ein typischer Vertreter der Gattung des Coming-Out-Films, doch in DEFA-Qualität; inszeniert mit ruhiger Kameraführung, gefühlvollem Soundtrack und beindruckender Besetzung.
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LSF am 24.10. "Paris Is Burning"
Die Lesbisch Schwulen Filmtage Hamurg zeigen am Sa., dem 24.10. um 22:30 im B-Movie:
Dokumentation USA 1991, Regie: Jennie Livingston, ca. 80 min, OmU
New York City in den 80ern des vergangen Jahrhunderts. Ein Partytrend in der Szene der schwulen Schwarzen und Latinos sind die „Ball Competitions“. Disziplinen sind hier Mode, Schönheit, Outfit oder Dance Performance; dabei sein ist alles, doch noch mehr zählt das angemessene Auftreten; zu gewinnen gibt es Trophäen, die wie der „Oscar“ aussehen und Ruhm für eine Nacht. Hier wurde das „voguing“ erfunden – ein Tanzstil, bei dem die Akteure ihre Bewegung in Posen einfrieren, die denen in der „Vogue“ nachempfunden sind.
Jennie Livingston arbeitete sieben Jahre an dem Film und lässt die Schlüsselfiguren der Szene, darunter die Stars vom House of Xtravaganza und dem House of Saint Laurent, zu Wort kommen – über sich und ihre Lebenssituation, über ihre Erfahrungen mit Rassismus, Homophobie, Armut und AIDS.
Der Film gewann zahlreiche Preise und war Lieblingsfilm der Lesbisch Schwulen Filmtage 1991. An diesem Abend präsentieren wir euch die Wiederaufführung.
]]>A flashback to the wild 80s, when New York City had the most exciting nightlife in the world. A central part of this scene were the ‚Ball Competitions‘: the most fashionable, the most beautiful, the most amazing drag-outfit, the most eccentric dance performance — the winners of these special competitions were showered in glory — if only for one night. This was the birth of ‚Vogue-ing‘, documented over 7 years by Jennie Livingston in the black and Latino gay scene. It is our pleasure to re-show this favourite from the 1991 Hamburg Lesbian and Gay Film Festival.
-Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg
20. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg vom 20. bis 25.10.2009
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Vom 20. bis 25. Oktober laufen die 20. Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg.
- Eröffnung am 20.10. 19:30 im Metropolis mit „Patrik 1.5“
- Timetable – alle Filme, sortiert nach Kino und Zeit
- Tickets – Vorverkaufsstellen
- Wir präsentieren am 24.10. die Doku „Paris Is Burning“.
Sa. 3.10. 22h "Bent"
Max genießt das dekadente schwule Nachtleben im Berlin der Dreißiger in vollen Zügen. Nach dem Röhm-Putsch wollen Max und sein Liebhaber Rudy nach Amsterdam fliehen, doch sie werden geschnappt und nach Dachau deportiert. Mit den Schrecken des Lagers konfrontiert, verändert sich Max zwangsläufig radikal. Er verleugnet seine Homosexualität und ordnet sich allen Anordnungen der Gestapo unter, selbst als es um die Ermordung Rudys geht. Nur die Freundschaft mit dem Mitgefangenen Horst hält ihn für eine Zeit lang am Leben.
Dank hervorragender Schauspieler bis in die Nebenrollen, einer ausgefeilten Kameraführung und Lichtästhetik sowie der packenden, unmittelbar wirkenden Geschichte ist dies kein Requiem und auch keine pathetische Trauerarbeit.
Martin Sherman gelang es, mit dem Bühnenstück „Bent“ das Thema der Verfolgung Homosexueller in der Zeit des Nationalsozialismus eindringlich darzustellen. Regisseur Sean Mathias hat sich an die Leinwandadaption des Erfolgsstückes gewagt und konnte dafür bekannte Stars wie Sir Ian McKellen und Mick Jagger gewinnen.
„Bent“ ist ein eindringlicher Film, der mit starken Schauspielern und einer fesselnden Geschichte für Menschlichkeit plädiert. Gleichzeitig stellt der Film auch Fragen an den Zuschauer: Wie weit würden wir gehen, um zu überleben?
Rezensionen: digitalvd.de, Jungle World, epd.]]>
Sa. 05.09. 22h "The Rocky Horror Picture Show"
J. Sharman, R.O’Brian, USA 1975, 96 min, OV
„DON’T DREAM IT. BE IT.“
Diesen Satz behält jeder im Kopf, der die Rocky Horror Picture Show (Regie: Jim Sharman, Autoren: Richard O’Brian, Jim Sharman) einmal gesehen und ihn aus dem Munde von Frank-N-Furter (Tim Curry) vernommen hat, während dieser mit verwischtem Make-up im Pool treibt. Ebenso wenig wird man Riff Raff (Richard O’ Brian), Janet Weiss (Susan Sarandon) und Eddie (Meatloaf) vergessen, die sexuelle und moralische Ausschweifungen erfolglos bekämpfen, ihnen erliegen oder sogar mit dem Leben bezahlen.
Kaum vorstellbar, dass der Film zunächst keinen großen Erfolg hatte.
„Als Musical ist die Show eher lahm […] und jeden Film, an den erinnert wird, möchte man eher ein zweites Mal sehen, als hier die Erlebnisse eines unbedarften Pärchens in einem Spukschloß zu verfolgen“,
schrieb DIE ZEIT.
Durch eine kleine Fangemeinschaft erlangte die Verfilmung des ursprünglichen Musicals jedoch immer größere Bekanntheit und wuchs zu dem Kultfilm, der er heute ist.
Erfahrenen Rocky Horrors fehlt für den Kinobesuch der Zeitungshut ebenso wenig wie die Gummihandschuhe, das Klopapier, das Feuerzeug und der Toast. Auch die goldene Unterhose und die Strapse dürfen nicht fehlen und sollten im September noch möglich sein. Für die spontanen Besucher halten wir Mitmach-Tüten bereit.
Die Q-Movie Bar zeigt am 5. September um 22h Uhr im B-Movie ihren zweiten Film. Die Rocky Horror Picture Show ist kein Film für den Couch-Konsum – kommt ins Kino! Anschließend laden wir Euch herzlich in die Bar ein.
„Give yourself over to absolute pleasure.
Swim the warm waters of sins of the flesh.“]]>
Pause im August


