Stefan Westerwelle, Jan Rothstein; D 2012; 90 min.; FSK 16
In den 1970er Jahren war der Bielefelder Detlef Stoffel einer der Pioniere der deutschen Schwulenbewegung. Er wollte lieber die Gesellschaft verändern, als sich dem Mainstream anzupassen. Inzwischen ist Detlef auf seine Weise in der Gesellschaft angekommen. Seit einigen Jahren pflegt er seine über 90 Jahre alte Mutter, ohne allerdings seine Streitbarkeit eingebüßt zu haben.
Detlef ist eine unterhaltsame und außergewöhnlich facettenreiche Doku mit Zeitzeug:innen-Interviews über einen ebenso facettenreichen Charakter und zugleich ein spannender und nachdenklicher Trip durch die schwule Zeitgeschichte – ein fast vergessenes Kapitel deutscher Geschichte (nach dem Text des Verleihers).




























Max genießt das dekadente schwule Nachtleben im Berlin der Dreißiger in vollen Zügen. Nach dem Röhm-Putsch wollen Max und sein Liebhaber Rudy nach Amsterdam fliehen, doch sie werden geschnappt und nach Dachau deportiert. Mit den Schrecken des Lagers konfrontiert, verändert sich Max zwangsläufig radikal. Er verleugnet seine Homosexualität und ordnet sich allen Anordnungen der Gestapo unter, selbst als es um die Ermordung Rudys geht. Nur die Freundschaft mit dem Mitgefangenen Horst hält ihn für eine Zeit lang am Leben.
