Rosa Winkel? Das ist doch schon lange vorbei …
Peter Recht, Christiane Schmerl, Detlef Stoffel, BRD 1976, 49 min.
Peter Recht, Christiane Schmerl und Detlef Stoffel blicken in drei Teilen auf die Geschichte schwuler Männer in Deutschland:
Zunächst auf ihre Verfolgung während des Nationalsozialismus und die Kennzeichnung mit dem Rosa Winkel in den Konzentrationslagern;
anschließend auf die fortbestehende Diskriminierung in der BRD, erzählt anhand persönlicher Erfahrungen von Betroffenen;
und schließlich auf Widerstand, Selbstorganisation und die entstehende Schwulenbewegung der 1970er Jahre.
Damit gilt der Film als erste filmische Auseinandersetzung mit dem Rosa Winkel und seiner Geschichte. Seit Dezember 2025 ist sein Plakat zudem Teil der Dauerausstellung im Haus der Geschichte in Bonn.
Doch der Film ist nicht nur ein wichtiges historisches Dokument, sondern thematisiert auch Vieles, was nach wie vor gesellschaftlich aktuell ist: Ausgrenzung, Sichtbarkeit, Selbstbestimmung und der Kampf um Rechte.
















Max genießt das dekadente schwule Nachtleben im Berlin der Dreißiger in vollen Zügen. Nach dem Röhm-Putsch wollen Max und sein Liebhaber Rudy nach Amsterdam fliehen, doch sie werden geschnappt und nach Dachau deportiert. Mit den Schrecken des Lagers konfrontiert, verändert sich Max zwangsläufig radikal. Er verleugnet seine Homosexualität und ordnet sich allen Anordnungen der Gestapo unter, selbst als es um die Ermordung Rudys geht. Nur die Freundschaft mit dem Mitgefangenen Horst hält ihn für eine Zeit lang am Leben.
