Sa, 12.9.26, 22 Uhr: „Tunten zwecklos“

Tunten zwecklos
Ein Dokument schwuler Geschichte, Solidarität und Selbstbewusstseins

Jutta Riedel, Mirek Balonis; D 2021; 83 min., Digital, engl. UT

Tunte als Schimpfwort: schwule Sau, blöde Tunte, das gebrochene Handgelenk. Laute Schwule, bunt, schrill, können die die Schwulen präsentieren?, fragt Volker im Film.

Neun junge Männer aus der Provinz lernen sich Ende der 1980er in Hamburg kennen, werden Freunde und fummeln sich seitdem u.a. beim CSD als Schwarzwaldmädel auf. Sie agieren noch heute anarchisch mit sehr viel Spaß. 2018 schenken sie dem Manneken Pis ein selbstgemachtes Dirndl – das erste weibliche Kostüm des Brüsseler Wahrzeichens seit 400 Jahren.

Die Interviewthemen reichen von Kindheit über Coming-out, Sexualität und Aids-Krise bis zu Pflege und Tod der Eltern. Durch die unterschiedlichen Archiv-Medien und Animationsteile wird der Film zum Generationenporträt der deutschen Schwulenbewegung.

Sa. 7.10.17, 22 Uhr: "Pornöse Tuntographie"

Pornöse Tuntographie Gitte Schmitz, D 2016, Programmdauer 90 min., OF(mU)

Die Tunte als politisches Subjekt, der Sex als emanzipatorischer Akt: Wir laden ein zu einem fulminanten Abend mit Gitte Schmitz!

Den roten Faden des Abends bilden 4 Kurzpornos, die sie gemeinsam mit unterschiedlichen Tunten in Göttingen und Berlin erarbeitet hat. Mit den Filmen verfolgt sie das Projekt, die Tunte als erotisches Subjekt zu re-sexualisieren. Dabei setzt sie ganz unterschiedliche tuntische Selbstdefinitionen mit viel Humor und Selbstironie in Szene. Angereichert wird das Programm mit weiteren pornografischen und erotischen Filmen, die sich mit ‚anderen‘, also nicht-mainstreamigen Darstellungsformen von Sexualität und Erotik auseinandersetzen.

Gitte zeigt ihre und andere Pornographie zusammen mit spannenden Making-Of-Geschichten direkt vom Film-Set. Nachdem sie durch London, Berlin und Osnabrück getourt haben, sind die Tuntenpornos nun zum ersten Mal in einem Hamburger Kino zu sehen. Durch den Abend führt die Gastgeberin in ihrer Paraderolle: sie ist Gitte Schmitz.

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Sa, 2.3.13, 22 Uhr: "Die Geierwally"

Die Geierwally Walter Bockmayer, BRD 1987, 88 Min, FSK 12 Die „Geierwally“ (Samy Orfgen) weigert sich, dem Willen ihres Vaters entsprechend den Erb­schleicher Vinzenz zu heiraten. Sie ist in den Jäger „Bären­joseph“ verliebt, der jedoch nichts von ihr wissen will. Ihr Va­ter schickt sie zur Strafe in die Verbannung auf eine Alm, wo sie zur Be­sinnung kommen soll. Am Hof des Vaters reißt derweil Vinzenz das Ruder an sich. Als Wally davon erfährt, entschließt sie sich zum Widerstand und jagt Vinzenz vom Hof. Afra, Josephs heimliche Tochter, hält Geierwally fälschlicherweise für dessen Geliebte und entschließt sich, beide aus dem Weg zu räumen. Als der eifersüchtige Vinzenz Joseph den Berg hinunterstößt, klettert Wally hinterher und rettet ihn, was ihr schließlich doch seine Zuneigung einbringt. In seiner grellen Parodie des klassischen „Geierwally“ lässt Walter Bockmayer jegliche Hemmungen fallen und rechnet gnadenlos mit dem deutschen Heimatfilm ab! Serviert wird ein greller Mix aus Musical, Volkstheater, Slapstick und Tuntentrash, an dem sich diverse bekannte SchauspielerInnen wie Ortrud Beginnen oder Elisabeth Volkmann offensichtlich mit viel Spaß beteiligt haben.[gallery ids="937,938,939,940,941,942,943,944,945,946" orderby="rand"]]]>